CoreconCC bekommt eigene Website

Sebastian am 22. November 2006

Das Corecon Convention Center, ein virtuelles Trainings- und Veranstaltungszentrum in Second Life, hat nun eine eigene Website spendiert bekommen. Unter der Adresse secondlife.corecon.de findet der Besucher alle wichtigen Informationen über die Location, wie z.B. anstehende Termine und Nutzungsmöglichkeiten. Das Convention Center wurde vor ziemlich genau 4 Wochen vom deutschen Trainings- und Beratungsunternehmen Corecon aus Berlin ins Leben gerufen und dient seitdem als virtueller Veranstaltungsort z.B. für den Webmontag in Second Life, aber auch kostenlose Einführungstrainings für deutschsprachige SL-Anfänger. Es wurde sogar bereits ein einstündiger Podcast vor einem Publikum aus Avataren live im Auditorium des Zentrums aufgenommen.

Das Weblog befindet sich übrigens weiterhin auf corecon.de. Wie diesem zu entnehmen ist, gibt es am kommenden Sonntag, den 26. November auch wieder ein Einführungstraining im CC. Wer also noch ein bisschen wackelig auf seinen virtuellen Beinen unterwegs ist, oder sich sogar noch nie in Second Life eingeloggt hat, der sollte sich diese nette und kompetente Starthilfe nicht entgehen lassen. Der offizielle Ingame-Support ist nämlich aufgrund der explodierenden Zahl der Neuanmeldungen sowieso hilflos überlastet. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung im Wiki erforderlich.

Proteste gegen CopyBot – Linden Lab reagiert

Sebastian am 15. November 2006

Ein kleines aber gemeines Tool hat in letzter Zeit unter den Second Lifern besonders viel Aufmerksamkeit und sicherlich auch ein wenig Hass auf sich gezogen – der CopyBot. Beim “CopyBot” handelt es sich, wie der Name schon andeutet, um ein Werkzeug zum Kopieren von Gegenständen, wie z.B. Kleidung oder Prims, in Second Life (Video-Demo hier). Eine heikle Angelegenheit, da schließlich jedem Spieler ausdrücklich ein Urheberrecht auf alle von ihm selbst erstellten Gegenstände eingeräumt wird.

Und genau darüber ärgern sich viele Second Lifer. Mit dem Tool lässt sich nämlich in Windeseile die in mühsamer Modellierungsarbeit erstellte Abendgarderobe samt in teuren SL-Boutiquen erworbenem Schmuck entwenden. Oder auch die selbstgebastelteten Engelsflügel und die supertolle (und einzigartige) Frisur. Da lohnt es sich doch, mal so richtig dagegen zu demonstrieren, was gestern auch eine ganze Menge “Bürger” getan haben. Rein zufällig habe ich eine der Protestaktionen mitbekommen und das Ganze auf Festplatte gebannt…

Protestaktion gegen CopyBotProtestaktion gegen CopyBot

So schön und unterhaltsam solche Aktionen auch sind, muss man sich trotzdem auch fragen, um was es hier wirklich geht. So wurden zum Teil die wildesten Gerüchte über das Tool in die Welt gesetzt, in denen es als ultimative Alles-Kopier-Maschine dargestellt wurde. Manch ein gestandener Unternehmer sieht durch die Sicherheitslücke sogar die gesamte Warenwirtschaft in Second Life gefährdet und betet schonmal für das Armageddon.

Ist es wirklich so ernst?

Die kurze Antwort: Nein. Und vor allem liegt das Problem nicht wirklich beim CopyBot selbst. Doch dazu später. Schauen wir uns erst nochmal kurz die Software an. Entwickelt wurde das Tool von libsecondlife, einem OpenSource Software-Projekt, das sich um die Konnektivität der Second Life-Plattform zu externer Software bemüht.

The libsecondlife project is an effort directed at understanding how Second Life works from a technical perspective, and extending and integrating the metaverse with the rest of the web. This includes understanding how the official Second Life client operates and how it communicates with the Second Life simulator servers, as well as development of independent third party clients and tools.

Grundsätzlich eine interessante und durchaus positive Motivation. Die Programmierer arbeiten außerdem eng mit Linden Lab selbst zusammen, um z.B. unter anderem auf Sicherheitslücken im System hinzuweisen. CopyBot ist also nicht das Werk irgendwelcher Script Kiddies, sondern einer Gruppe ernsthaft am Fortschritt von Second Life interessierter Entwickler, die im Endeffekt nichts anderes gemacht haben, als frei auf dem SL-Protokoll verfügbare Informationen auf einen neue Art und Weise zu benutzen.

Kurz zusammengefasst und für Laien wie mich verständlich ausgedrückt, macht das Tool nichts anderes als eine Art Screenshot der Gegenstände zu schießen – und zwar NUR des Aussehens, und nicht des Inhaltes (also z.B. der Skripte). Es gilt hier also ganz einfach dieselbe Regel wie beim 2D-Web auch: Was man auf dem Bildschirm hat, kann man sich auch irgendwie kopieren. Wer mehr über die Funktionsweise und die Möglichkeiten der Software wissen möchte, liest am besten gleich hier weiter: http://www.libsecondlife.org/

Linden Lab’s Einstellung zum CopyBot

Vorgestern (Montag, der 13. November) erschien im offiziellen Linden Blog ein erster ausführlicher Beitrag zum Thema, nachdem man in einem eingehenden Gespräch die Meinungen von Mitgliedern der Sellers Guild aufgenommen hat. Ich fasse den Inhalt hier kurz zusammen:

1. Linden Lab stellt klar, dass Kopieren an sich keinen Diebstahl darstellt, sondern eine Rechteverletzung. Kopiere ich dein Design und verkaufe es als meins, dann habe ich es nicht geklaut, sondern dein Recht als Urheber verletzt.

2. Linden Lab möchte Mittel und Wege finden, nicht das Kopieren zu verhindern (was ja wie erwähnt sowieso unmöglich ist), sondern erstellte Objekte besser identifizierbar zu machen, damit der Erbauer so seine Urheberschaft eindeutig beweisen kann. Dazu werden verschiedene Vorschläge gemacht, die man sich am besten im Original durchliest.

3. Linden Lab verweist Geschädigte und solche, die Angst um ihr Business haben, direkt an das U.S. Copyright Office und dessen behördlichen DMCA Takedown-Prozess zur Verfolgung von Copyrightverletzungen. Das Copyright-Gesetz sei außerdem sehr komplex und für Geschäftstreibende auch in Second Life eine andauernde Herausforderung.

Fazit: Keine wirkliche Lösung des Problems, aber ein klarer Hinweis auf das wahre Problem hinter der aktuellen Diskussion. Copyrightverletzung ist kein technisches, sondern ein gesellschaftliches Problem, und wird auf einer solch offenen Plattform wie Second Life niemals vollständig durch technische Verbesserungen oder Barrieren zu lösen sein. Und wo ist der Unterschied zwischen Jemandem, dessen selbst designte Schuhe in Second Life von jemandem 1:1 kopiert werden, und RL-Firmen wie z.B. Gucci, deren Logos und Designs von außerhalb ins Spiel übernommen und dort ohne Genehmigung verkauft werden? Und mal ganz ehrlich, die paar Pixel von Objekten in Second Life sind auch schnell ohne Tool per Hand nachgebaut, oder? Ich könnte jetzt seitenweise Beispiele zur herkömmlichen Copyrightverletzung in SL aufführen, aber ich denke Ihr wisst schon, wo der Wind herweht.

Das Verbot

Nichtsdestotrotz hat das offizielle Statement Teile der Community überhaupt nicht befriedigt. Und zwar so wenig, dass es eben gestern Abend zu den oben gezeigten Protesten gekommen ist und auch die Blogs teilweise vor Kritik überschäumten. So sah sich Linden Lab dann heute Nacht auch gezwungen, einen Schritt weiterzugehen und die provisorische Übergangslösung zum konkreten Thema CopyBot zu präsentieren. Ab sofort stellt die Benutzung desselben sowie sämtlicher ähnlich funktionierender Tools eine Verletzung der Terms of Service dar und kann im Ernstfall mit permanentem Ausschluss von der Plattform geahndet werden. Spieler, die glauben per CopyBot Opfer einer Copyrightverletzung geworden zu sein, sind nun aufgerufen einen “abuse report” bei Linden Lab aufzugeben.

Gleichzeitig stellt Linden Lab nochmal unmissverständlich klar, dass die Firma nicht im Copyright Enforcement Business tätig ist und lediglich Hilfestellung beim Schutz der Objekte geben kann, niemals aber das Kopieren sichtbarer Gegenstände technisch verhindern. Es wird außerdem bekräftigt, dass diese Lösung nur provisorisch ist und in Zukunft durch von den Spielern selbst zu wählende Modelle abgelöst werden muss…

These are important features because the implications of copying should not be about Linden Lab’s approach to copyright enforcement. We are not in the copyright enforcement business. The communities within Second Life should have the tools and the freedoms to decide how and when they deal with potentially infringing content. Many will decide on less restrictive regimes in order to maximize innovation and creativity. Others will choose more restrictive options and ban visitors who do not respect them. Consumers, creators, and all residents need to have the final say about which approaches work best for them.

Interessierte sollten unbedingt den ganzen Beitrag im Linden Blog lesen.

Fazit

Wie Ihr also seht, stehen wir in Second Life vor denselben Herausforderungen wie auch im normalen 2D-Web. Die Fragen und Meinungen zum Thema Urheberrecht sind auch in der Parallelwelt dieselben und gehen damit bei den Menschen wahrscheinlich auch genauso weit auseinander. Die Einen schätzen die Innovation und Kreativität, die Lizenzmodelle wie Creative Commons schaffen, die Anderen sehen schon beim kleinsten Anzeichen von Kopie ihre Felle baden gehen. Gerne rufe ich an dieser Stelle zur Diskussion auf. Was sagt Ihr zum Thema Urheberrecht in Second Life? Wie könnte man die angesprochenen Probleme lösen? Was ist überhaupt ein Problem und warum? Und was habt Ihr konkret selbst schon an Copyrightverletzungen in Second Life beobachtet?

P.S.: Ich weiß, dass amerikanisches Copyright und deutsches Urheberrecht nicht dasselbe sind. Es geht in diesem Artikel jedoch weniger um genaue gesetzliche Regelungen als vielmehr um das Prinzip des Schutz auf geistiges Eigentum, welches ja nun beide Rechte verkörpern. Danke für das Verständnis, liebe Juristen. ;)

Rückblick: Webmontag am 13.11.

Erik am 14. November 2006

Bilder vom Webmontag:

Screenshot 1Screenshot 2
Screenshot 3Screenshot 4
Screenshot 5Screenshot 6

Was gibts zu sagen? Vieles. Ich will nicht groß über die Technik jammern, da kann schließlich keiner was dafür, wenn ein Skypecast abschmiert. Allerdings hat mich die Tatsache, letztendlich nurmehr tippenderweise über LightPress berichten zu können doch etwas aus dem Konzept gebracht. Kam noch dazu, dass ich nicht selbst die Folien kontrollieren konnte… (nichts gegen dein Timing Sebi).

Im Endeffekt hat die enorme Besucherzahl beeindruckt aber die Technik enttäuscht. Alle Versuche es über Shoutcast, Skypecast und letztendlich per Telefon zu machen waren suboptimal. Ich hoffe aber nochmal Gelegenheit zu haben meine Begeisterung für LightPress rüberzubringen. Das ganze auch hat sein Gutes: meine Befürchtung, dass eine allzu technische Frage bezüglich Apache/lighttp/Caching-Support oder gar RegEx’s mich zum Schweigen bringt hatte sich natürlich erübrigt. Die Slides zum Vortrag habe ich übrigens in meinem Weblog verlinkt: PDF (4,7 MB) für den Fall dass sich jemand überzeugen möchte: “Ohne ein paar Worte dazu wird man nicht draus schlau.”

Second Life in den Tagesthemen

Sebastian am 12. November 2006

Die Millionenschallmauer ist mittlerweile geknackt und das Interesse der Medien an Second Life nimmt stetig zu. Dass Reuters und CNet dort bereits virtuelle Büros betreiben und Bild eine eigene Zeitung für Second Life plant, hat mittlerweile wohl jeder mitbekommen. Und obwohl dieses kleine Blog keine vier Wochen alt ist, stapeln sich in meiner Mailbox bereits Presseanfragen verschiedenster Printmedien für Recherche und Telefoninterviews. Kein Wunder, dass sich jetzt auch die altehrwürdigen Tagesthemen einen ersten Beitrag zum Thema Second Life leisten. Das ist zwar schon fünf Tage her, aber in unserem Archiv darf das dazugehörige Video natürlich nicht fehlen…

Nächster Webmontag am 13. November

Sebastian am 6. November 2006

Der Termin für den nächsten Webmontag in Second Life steht nun fest. Am 13. November ab 20:00 Uhr sind alle Interessierten wieder herzlich eingeladen, im Corecon Convention Center an der Veranstaltung teilzunehmen.

Nach einem etwas chaotischen Start mit diversen technischen Problemen beim letzten Mal sind für den nächsten Termin die Rahmenbedingungen nun entscheidend verbessert worden. Hier einige Punkte aus dem Webmontag-Wiki:

  • Das Sim-Limit wurde auf 60 Leute für uns erhöht
  • Wir haben mehr Platz im Auditorium des Corecon Convention Center
  • Es gibt große Hinweistafeln, damit jeder Anfänger weiss, wie er genau partizipieren kann (wurden neulich beim Werbeblogger Event getestet - hat gut funktioniert)
  • Die Leinwände für Präsentationen sind jetzt geschützt und ermöglichen ein entspanntes präsentieren
  • Jeder Vortragende kann diesmal per Audio vortragen (Skype notwendig)
  • Es wird nach jedem Vortrag eine moderierte Fragerunde geben
  • Wahrscheinlich wird es kurz vorher einen Anfängerkurs für alle Neulinge geben

Es werden natürlich noch Redner für ein paar kurze Vorträge gesucht. Diesen wird nun auch vor der Veranstaltung technische Hilfestellung für die Präsentation gegeben, sodass auch Second Life-Einsteiger sich nicht aus diesem Grund von einem Vortrag abhalten lassen sollten. Powerpoint-Folien werden zum Beispiel auf Anfrage vor dem Event von Corecon in ein SL-taugliches Format umgewandelt und auch die Einbindung von Video auf den Leinwänden stellt kein Problem dar.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob diesmal eine echte “Un-Konferenz” dabei herumkommt – zumindest technisch sollte nun alles stimmen. Wer übrigens vorher schonmal ein bisschen im Convention Center rumhängen möchte, dem sei auch der After-Work-Chillout jeden Mittwoch Donnerstag ab 21:00 Uhr empfohlen. Dort könnt Ihr bei loungiger Musik ein paar nette Leute auf der Dachterasse treffen und Euch kühle Drinks von der Bar genehmigen. Garantiert ohne Kater.

Gegenstände finden in Second Life

Erik am 5. November 2006

Die Suchfunktion, die man über “Find” innerhalb von Second Life benutzen kann funktioniert leider nur für Orte, Benutzer, Gruppen,… usw.

Um aber auch bestimmte Objekte zu finden kann man die Suchfunktion von second411.com benutzen. Direkt im Browser - dafür aber mit “Direktlinks” also Teleports, die einen zum gewünschten Objekt teleportieren. Nützlich auch wenn man mal etwas verlegt ;) denn die erweiterte Suche ermöglicht es auch den Besitzer anzugeben und damit die Ergebnisse einzuschränken.

Eine knappe Anleitung findet man als Frequently Asked Questions getarnt auf der second411.com-Seite.

Wer programmiert einen E-Mail Client für SL?

Erik am 4. November 2006

barcamp zurich
Am vergangenem Wochenende hat sich das “Mein Second Life” Team, also Neu-Schweizer Sebastian Kippe und meine Wenigkeit unter das Publikum des BarCamps an der Eidgenössischen Technischen Hochschule kurz ETH in Zürich gemischt. Für uns beide “BarCamp-Premiere”. Das BarCamp wurde im Rahmen des 25 Jubiläums des Informatikzweigs dort abgehalten. Ein dank auch an die Cateringsponsoren Google und local.ch. Während an meiner Berufsschule die Schüler am Jubiläum in Theaterkostüme gezwängt werden um lustige Farbkreisspiele zu veranstalten, geht es dort wirklich Themenbezogen und Schwerpunktartig einen ganzen Tag lang zur Sache: Präsentation von Ideen, Erfahrungsaustausch und Entwicklung/Webdevelopment im Allgemeinen. Naja man kann nicht alles haben. Die dort abgehaltenen Vorträge und Diskussionen deckten eine enorme Themenbandbreite ab, also für Webdesigner und Entwickler gleichermaßen interessant. Leider konnte man sich nicht alles ansehen, da etwa vier Themen immer zeitgleich abgehandelt wurden.

eth zuricheth zurich

Neben AJAX, PR, Microformats, Microsofts ATLAS (einem Client- wie auch Serverseitigem Framework), Multilinguellen Wikis, wurden auch einige spezielle Projekte vorgestellt (TagTrade, Local.ch, Search.ch und WordPress).

organizing mail gabor cselle speaking discussing microformats

Sehr interessant war in meinen Augen auch der Vortrag von Gabor Cselle, der über verschiedene Ansätze bei der Verwaltung von E-Mails berichtete. Seine einführende Frage, “Wer bekommt zu wenig Spammails?” konnten die etwa 50 Zuhörer allesamt verneinen. Weniger Übereinstimmung gibts aber beim Organisieren und Verwalten der E-Mails selbst, wo wahrscheinlich jeder im täglichen Kampf mit dem Posteingang seine eigene Methodik entwickelt: Alte Mails in Ordnern archivieren, löschen, etc. Schwierig wirds erst, wenn man eine bestimmte E-Mail sucht.
Interessant war der Vortrag schon deshalb, denn er zeigte, dass fast jede der vorgestellten Anwendungen eigene Verfahren aber auch Nachteile hat. Gabor Cselle selbst hat zB. die Extension BuzzTrack für Mozillas Thunderbird geschrieben, die es ermöglicht die E-Mail-Korrespondenz zu einem gewissen Thema besser zu archivieren bzw. zusammenzufassen.
Den gesamten Vortrag in Form eines PDFs (mit Links zu den verschiedenen Clients) findet man unter der Adresse: http://www.gaborcselle.com/msthesis/ zum nachlesen.

Nun hat mich Markus Breuers Artikel “Datenstrukturen in Second Life darstellen” schoneinmal ziemlich beeindruckt. Würden sich Programmierer finden, die an einem Second Life E-Mail Client arbeiten wollen, bekäme das Thema dann auch einen sehr praktischen Nutzen. Mich jedenfalls würde es sehr freuen, denn auch wenn es in herkömmlichen Anwendungen für versch. Betriebssysteme interessante Ansätze gibt - also Methoden die nach bestimmten Mechanismen festlegen können ob eine E-Mail zu einem bestimmten Gesprächststrang gehört, eine vermehrt grafische Lösung würde ich sehr begrüßen, denn in meinen Augen fördert das den Workflow. Diese Erfahrung mache ich zumindest mit Gravataren (siehe gravatar.com) die mir das Lesen von Weblogkommentaren vereinfachen. (eigentlich unverständlich, warum sich herkömmliche Clients keiner Avatare bedienen). Da wollen sicher neue, und vor allem technische Probleme zB. in Sachen Sicherheit oder dem Transfer oder Nicht-Transfer der Mails auftauchen, doch die Möglichkeiten gerade in Sachen Darstellung sind sicher phänomenal.
Dass es geht und welche Möglichkeiten sich da auftun, zeigt zB. der Versuch Mailinglisten mit der Doom 3 - Engine zu Visualisieren.

Visualisierung von Mailinglisten im 3D-Raum

In meinen Augen, einer herkömmlichen 2D-Anwendung um einiges voraus… E-Mails verwalten mit allen Sinnen sozusagen. Ach das wär was… ;) Download der Doom 3 Map und weitere Infos siehe auch hier.

Die Überlegung ob es Sinn macht in Second Life E-Mails zu verwalten, möchte ich dann mal an die Leser weiterreichen. Wie würde euch das gefallen (oder gibt es das vielleicht schon)?

PS: Die Welt ist klein: Corsin Dharma bin ich schon in Sebastian Küpers seinem (ok, dem Corecon seinem) Convention Center in Second Life über den Weg gelaufen. Im Real Life, beim BarCamp hab ich ihn dann aber nicht erkannt. Manchmal merkt man nicht, dass man jemanden schon aus der Pixelwelt kennt, selbst wenn er vor einem steht :D

Wie auch der Webmontag scheint auch das BarCamp sein virtuelles Äquivalent in Second Life zu “celebrieren”. Augen offen halten.

Und noch ein paar Bilder

Erik am 26. Oktober 2006

Nicht mehr ganz so brandheiß, aber wofür haben wir all die Screenshots gemacht? Klar: wir waren dabei! Sebastian hat fleißig auf den Auslöser gedrückt:

gruppenscreenshotiRoybot schwebtPham Neutra und die TechnikMystery als Publikumsattraktionvolles Haus im Corecon Convention Centeraus Hinterkopf-Sichtaus Hinterkopf-Sicht

Einen ganzen Batzen Screenshots finden Interessierte auch bei Flickr: Bilder mit dem Tag webmontagsecondlife. Im Wiki des Webmontags, wo man von kommenden Webmontagen, sowohl in Second Life, wie auch in einer Stadt in deiner Nähe erfährt, gibt es natürlich auch noch ein wenig Feedback zur Veranstaltung und Links zum Echo der Blogger.
Ein paar Resümees zur Veranstaltung gibt es unter anderem

.

Ähnlich ging es mir, doch bei einem kurzen Gedankenaustausch nach dem Webmontag mit Pixelsebi habe ich für mich herausgefunden, dass mir persönlich tatsächlich mehr die Benutzerführung im Second Life-Client misfällt - Also nichts was sich durch bessere Vorbereitung oder organisation verbessern ließe. Zu viele Fenster, zu Performance-lastige Features, recht gewöhnungsbedürftige Avatar-Steuerung. Man ist halt an das Konzept des integrierten Instant Messaging-Systems “gebunden”.
Ich persönlich fände es besser, wenn man nur mit Leuten reden kann auf die man mit auch mit der Maus zeigt. So müsste man zwar Freunde “besuchen” um auch mit ihnen reden zu können, sparte sich aber einige Fenster, viel aufgeblinke…
Man ist halt Multiplayer-Game verwöhnt - und eine Steuerung des Egos (und der Blickrichtung) mit der Maus gefiele mir einfach bedeutend besser.

Aus meiner Sicht aber ein gelungenes “Festl” ;) mit Wiederholungspflicht. Danke an die Veranstalter und alle Beteiligten.

Schnappschuss: Volles Haus beim Webmontag

Erik am 24. Oktober 2006

Hier nur mal ein Screenshot vom Webmontag: Nach einem Audiostream-Vortrag vom Pixelsebi über den “Häuslebau” bei Second Life (und einer Anleitung zu verstärktem “virtuellem” deutschen Imperialismus ;)) findet sich ein photogenes Grüppchen auf der Dachterasse des Corecon Convention Centers ein:

aufstellen zum gruppenphoto

Second Life, wie es die Macher sehen

Erik am 12. Oktober 2006

Es gibt weitere 2 x 4 Minuten Selbstdarstellung. Sicher sehr interessant auch für nicht Second Lifer oder gar Skeptiker - ja so was soll es auch geben. Wer dem Englischen nicht mächtig ist, der sei gewarnt: es geht auf englisch weiter ;)
In den nächsten beiden Videos geht es nun weniger um die Unterschiede, die Second Life gegenüber dem herkömmlichen Internet, Community-Plattformen, Foren etc. aufweist und den daraus resultierenden Vorteilen - es wird auch auf Fragen über die Entwicklung, die SL in der Zukunft nehmen könnte eingegangen.

Teil 3 von 4: “Business Aspects”

Wirklich schlagkräftige Pro-Argumente werden hier berührt: die Unternehmener-Kunden -Bindung, und ein neues Bewußtsein bezügl. Produkt, Kunde, PR… “Man (die Unternehmen, die sich in SL engagieren) stehe wirklich ganz am Anfang herauszufinden wie diese Kontakte oder die Identifizierung mit einer Onlinevariante einer Firma funktioniert. Kurz angeschnitten auch die eigenen kommerziellen Machenschaften, die wohl der Linden Dollar allgegenwärtig repräsentiert, etc

Teil 4 von 4: Soziale Aspekte

“Ahja, tue gutes und rede darüber…” Second Life nicht als “heile Pixelwelt” sondern als “heilender Ort des Austauschs”… so in etwa nach dem Motto. Ow, und es könne sich jeder anmelden, egal welcher politischen Gesinnung…

weitere Interviews (die Teile 1 und 2) gibt es hier zu sehen » und auf Markus Breuers Weblog sei auch verwiesen. Viele Augen sehen mehr als zwei…